Der zweite Tag hielt ein anspruchsvolleres Programm bereit. Wir wanderten 18 Kilometer und kamen dabei nach anfänglichem Regenwald durch ein flaches Tal, eingerahmt von hohen Bergen und nahezu baumlos. Ohne Zelte und Gaskocher kamen wir rascher voran als bei unserem 1. (Abel Tasman) Great Walk.
Tag drei war der anstrengendste und schönste: Gleich am Morgen begann der Aufstieg auf den McKinnon Pass, wo wir, nachdem sich die Wolken, die am Morgen noch die ganze Region eingeschlossen hatten, aufgelöst hatten, auf 1132 Meter über dem Meeresspiegel einen fantastischen Ausblick über das am Tag zuvor durchwanderte Tal und etliche verschneite Gipfel hatten. Der darauffolgende Abstieg vom selbigen Pass war dabei kürzer als gewöhnlich, weil ein Abschnitt des Hauptweges aufgrund eines Erdrutsches verschüttet war. Wir mussten deshalb den kürzeren, aber steileren, „Emergency Track“ laufen. Weiter ging es dann an einem Gletscherfluss, dessen kaltes Wasser wir nutzten um unsere Wasserflaschen aufzufüllen und zum ersten Mal auf unserer Wanderung wenigstens unsere Haare zu waschen. Nachmittags liefen wir einen kleinen Umweg um die Sutherland Falls, den höchsten Wasserfall Neuseelands, zu sehen. Die Nacht verbrachten wir in der dritten und letzten Hütte, bevor es am nächsten Morgen quasi auf den Heimweg ging.
Der nächste Morgen hielt dann auch leider das Wetter parat, das am Abend zuvor noch angekündigt wurde. Regen. Wir starteten als letzte der 40 Leute auf der Hütte. Das schlechte Wetter und unsere nach kurzer Zeit durchnässte Kleidung spornten uns jedoch insofern zu Höchstleistungen an, dass wir schon nach dreieinhalb Stunden nach nur 4 anderen Personen am 18 Kilometer entfernten Zielort ankamen. Dort warteten wir in einer Hütte auf das Boot, das uns um 14 Uhr (nach zweieinhalb Stunden Warten) in den Milford Sound brachte. Dort warteten wir unglücklicherweise weitere knappe drei Stunden auf den Bus, der uns dann schließlich an unser Auto brachte, mit dem wir von Te Anau dann noch nach Queenstown fuhren.
gegen Ende des dritten Tages erreichen wir über einen Umweg den größten Wasserfall Neuseelands[/caption]
die tatsächliche Größe der Sutherland Falls wird erst deutlich, wenn man Felix (im Hintergrund des Bildes) zum Wasserfall ins Verhältnis setzt.[/caption]
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